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  • Anja Zwicky

Peugeot Oldtimer fahren – nur Fliegen ist schöner


Am Sonntag, 26. August 2018 fand das diesjährige Sommertreffen des Amicale Peugeot Veteranen Club Suisse statt. Die Peugeot Oldtimer Liebhaber trafen sich um 10.00 Uhr vor dem Flieger-Flab-Mueseum in Dübendorf im Kanton Zürich, bevor sie gemeinsam über Gockhausen durch die Stadt Zürich nach Höngg an der Garage A. Zwicky AG vorbei fuhren. Schlussendlich waren sie zu Gast bei der Peugeot-begeisterten Mary in der Wirtschaft Unterdorf in Affoltern.

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Zurück in die Zukunft?

Eine einzigartige Atmosphäre bahnte sich in der Vormittagssonne an, als sich die etwa dreissig auf Hochglanz polierten Classic Cars aus den zwanziger bis achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf dem Gelände des Militärflugplatzes versammelten. Das Motorengeräusch, der Öl-Geruch und die Kleidung der Fahrer- und Mitfahrerinnen erweckten bei den Babyboomern emotionale Erinnerungen an ihre Jugendjahre. Andi Zwicky, Mitinhaber der Garage A. Zwicky AG in Zürich-Höngg, erinnerte sich gleich an sein erstes Auto, als ein grüner Peugeot 202 einfuhr. Er erzählte, dass er auch so einen besitzt. Ein Freund spritzte ihm sein ursprüngliches schwarzes Exemplar im Jahre 1966 auf die Farbe „Mercedes-Moos-Grün“ um, für läppische CHF 30.-, mit Filet sei wohl bemerkt, also durch Handbemalung. Die jüngere Generation erlebte das Spektakel eher wie eine Zeitreise in eine längst vergessene Welt. Sie kann nur erahnen, wie es sich anno dazu Mal angefühlt haben muss. Heute interessieren sich wieder vermehrt jüngere Personen für das längst zum Kultstatus etablierte Oldtimerfahren, sagte Andi Zwicky. Ist das klassische Autofahren von gestern das Vintage Cruisen von morgen?

Von der Luft auf die Strasse

Im Fliegermuseum begrüssten sich die Oldiefans bei Kaffi und Gipfeli. Der heute pensionierte Pilot Silvan Roth und seine beiden Kollegen, die selber Schweizer Fliegergeschichte schrieben, führten die Peugeot-Liebhaber in drei Gruppen durch das Fliegermuseum und liessen die Schweizer Militärfliegerei aufleben. Von Messerschmitt bis zum Düsenjet: die Ausstellung führte durch die verschiedenen Epochen der Schweizer Fliegergeschichte und stellte die Entwicklungen von der Pionierzeit über die beiden Weltkriege bis zum Düsenzeitalter dar.

Peugeot Spezialist seit 65 Jahren

Nach der Führung verteilte René Brunner, Organisator und Veteranenfahrzeugbesitzer von vielen eigenen Peugeot Oldtimern, auf dem Parkplatz die Startnummern. Andi erhielt die Nummer 29, genau wie seine Fahrzeugkennzeichen ZH 29 U. Er übernahm mit einem Peugeot 508, quasi als Besenwagen, das Schlusslicht. Selbstverständlich nahm er seinen Werkzeugkasten auf der Rückbank mit und war jederzeit bereit, auftretende technische Probleme an den Oldtimern zu reparieren. Als Peugeot-Spezialist mit über 65 Jahren Berufserfahrung kennt er sich mit alten Motoren bestens aus. Apropos alte Motoren, der über achtzig jährige Richi Berchtold, Garagen- und Werkstattunternehmer aus Weiningen, war auch mit von der Partie. Und Übrigens: das Vorurteil, dass sich nur „Oldtimer“ an Oldtimertreffen treffen, bestätigte sich nicht. Es war eine gut durchmischte Altersgruppe. Etwa ein Viertel der Teilnehmer war zwischen geschätzten zwanzig und dreissig Jahren jung.

Peugeot Oldtimer verleihen Flügel

Aber wieso fährt Herr und Frau Schweizer heute noch Oldtimer? Die automatisch geschalteten Fahrzeuge sind doch viel praktischer, sicherer, im Unterhalt günstiger und sehen auch noch moderner aus. Oldtimer fahren lässt sich nicht damit vergleichen, antwortet ein junger Herr. Oldtimer fahren ist wie fliegen – nur viel schöner. Es vermittelt das einzigartige Gefühl von Freiheit, das es nur beim Fliegen gibt. Es ist das Kribbeln in den Händen, wenn man das Steuerrad hält, das Geniessen der vorbeiziehenden Landschaft, das Schnurren des Motors und der Öl-Geruch in der Luft. Seine Freundin ergänzt, es ist ein einzigartiges Abenteuer! Die Vorstellung an das goldene Zeitalter, das keine Grenzen kennt, befreit sie von der heutigen sehr fordernden Gesellschaft. Für sie gehört das Tragen von Vintage-Kleidern im Retro Look, genauso wie das Hupen auf einem alten Horn, zum Oldtimer fahren dazu. Es ermöglicht ihr, während ein paar Stunden in eine andere Welt einzutauchen, alles um sich herum zu vergessen und aus dem Alltag zu entfliehen. Eine Welt, wie es der US-amerikanische Autor F. Scott Fitzgerald in seinem 1925 erstmals veröffentlichten Roman„Der Grosse Gatsby„ schilderte. So wie sich der Autor für den Roman inspirierte, nämlich bei ausgiebigen Partys auf Long Islands, so fühlt sich die junge Dame bei Oldtimer Ausfahrten. Nämlich beflügelt. Denn wenn ihr das Adrenalin in den Kurven auf den Passstrassen in die Blutbahnen schiesst, ihr die frische Bergluft an ihrem kunstvoll geknüpften Foulard umwickelten Kopf vorbei zieht und ihr Körper Glückshormone ausschüttet, dann fühlt sie sich einfach nur glücklich und vergisst alles um sich herum.

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